Bye Bye Spotify! 6 Gründe für bessere Alternativen

Bye Bye Spotify! 6 Gründe für bessere Alternativen

Spotify war mein täglicher Begleiter. Als meistgenutzte App auf meinem Smartphone war sie unverzichtbar, um meinen Alltag mit Musik zu bereichern. Insbesondere mit neuer Musik, die ich noch nicht kannte. Denn das kann Spotify genial gut: Mit Hilfe von Algoritmen Vorschläge machen, welche Musik mir gefällt.

Doch ich hatte schon länger ein ungutes Gefühl. Immer wieder gab es öffentliche Kritik an Spotify. Sie zahlen den Artists viel zu wenig Geld, machten intransparente Deals mit den großen Musiklabels und bevorzugten deren Musik in den kuratierten Playlists. Doch was zuletzt über Spotify bekannt wurde, war für mich der Anlass endgültig Schluss zu machen. Immerhin gibt es inzwischen einige Alternativen, deren Algoritmen und teilweise sogar echte Redakteure ebenso passende Musik empfehlen, wie Spotify. Wir haben für euch einen Überblick zur Entscheidungshilfe zusammengestellt.

6 Gründe gegen Spotify

  1. Geringe Soundqualität
    Im Vergleich zu Mitbewerbern bietet Spotify eine deutlich schlechtere Audioqualität. Spotify Free bietet nur 96 kbit/s, Premium liegt bei 320 kbit/s. Tidal, Apple Music oder Deezer bieten hingegen verlustfreie FLAC/CD-Qualität, sogenannte Hi-Res.
  2. Geringe Bezahlung der Artist
    Spotify zahlt den Künstlerinnen und Künstlern gerade mal 3 € pro 1000 Streams. Zum Vergleich: Bei Qobuz bekommen die Artists 18 € für 1000 Streams.
  3. Spotify benachteiligt kleine Artists
    Unter 1000 Streams erhalten Musiker von Spotify keine Auszahlung, was insbesondere Newcomer und wenig bekannte Künstler und Künstlerinnen betrifft.
  4. Kaum Einschränkung von AI-Slop
    Auf Streaming-Plattformen landen immer mehr minderwertige KI-Songs: Täglich sind es etwa 60.000 vollständig mit KI generierte Tracks. Spotify unternimmt nur wenig dagegen und markiert sie nichtmal. Erst auf öffentlichen Druck hin wurde immerhin ein KI-Spam-Filter integriert. Die Konkurrenz räumt währenddessen ordentlich auf, Deezer kennzeichnet und demonitarisiert KI-Songs im großen Stil.
  5. Duldung von rechtsradikalen Songs
    Weitere Kritik erhält Spotify, weil extremistische Lieder nicht entfernt werden. Hass und Hetze werden nicht gelöscht – so landete beispielsweise ein KI-Song, der offensiv gegen Flüchtlingsheime hetzt, auf Platz 5 der niederländischen Streaming-Charts.
  6. Investitionen in Waffen & Rüstung
    Als größten Skandal empfinden viele die Aktivitäten von Spotify-CEO Daniel Ek. Inzwischen investierte er über 600 Millionen € in die KI-Waffen-Firma Helsing. Das Unternehmen entwickelt KI-Systeme für militärische Anwendungen wie Drohnen und autonome Kampfflugzeuge.

Insbesondere die Tatsache, dass Gewinne von Spotify in Krieg und Waffen investiert werden, motivierten mich zur Kündigung meines Spotify-Abos. Auch einige Künstler und Künstlerinnen boykottieren Spotify seit Bekanntwerden dieser fragwürdigen Aktivitäten und entfernten ihre Inhalte von der Plattform.

Doch welche der alternativen Plattformen können es mit dem technisch wirklich guten Spotify aufnehmen? Hier ein Vergleich:

AnbieterMusikkatalog (ca.)Auszahlung / 1000 StreamsPremium-Preis (Monat)Kostenloses Modell?
Spotify> 100 Mio. Songs~ 3,00 € – 4,50 €10,99 €✅ Ja (mit Werbung)
Deezer> 120 Mio. Songs~ 5,50 € – 6,50 €11,99 €✅ Ja (mit Werbung)
Soundcloud> 375 Mio. Songs~ 2,50 € – 4,00 €10,99 € (Go+)✅ Ja (mit Werbung)
Apple Music> 100 Mio. Songs~ 9,00 € – 10,00 €10,99 €❌ Nein (nur Testphase)
Tidal> 110 Mio. Songs~ 10,00 € – 12,00 €10,99 €❌ Nein
Qobuz> 100 Mio. Songs~ 18,00 € – 30,00 €14,99 € (Studio)❌ Nein

Mit Family-Tarif sparen

Der Preis lässt sich durch Modelle wie Duo (2 Lizenzen) oder Family (6 Lizenzen) deutlich reduzieren. Wer beispielsweise Deezer Family für 18,25 € abonniert und mit 6 Freunden teilt, zahlt pro Person nur etwa 3 € pro Monat. Auch für Studierende gibt es vergünstigte Abo-Modelle. Alle Plattformen bieten für Neukunden einen kostenlosen Probezeitraum, in dem ihr die App ausgiebig testen könnt.

Playlists und Favoriten können einfach übertragen werden

Einige von euch haben über viele Jahre sicher wertvolle Playlists erstellt, die ihr nicht verlieren wollt. Zum Glück gibt es für diesen Zweck entsprechende Online-Dienste wie TuneMyMusic und Soundiiz, die deinen gesamten Account übertragen – so hast du auf Knopfdruck alle Playlists, Favoriten usw. auch bei deinem neuen Anbieter hinterlegt.

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Ergänzende Informationen

Spotify: Daniel Ek investiert 600 Millionen Euro in Kriegsdrohnen-Startup | Groove.de

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